Theater S2

UNDER PRESSURE

Fotos: Dorothee Welter-Hanau

Bea, Chas und Andrew stehen unter Druck. Sie müssen Prüfungsarbeiten nachschreiben. Dabei befinden sie sich in völlig unterschiedlichen Situationen. Bea, die magersüchtige Überfliegerin, soll schon einmal probehalber eine Abiklausur schreiben. Chas, Legastheniker und Underachiever, interessiert sich wenig für die anstehende Matheklausur, er will Bea zu einem Date überreden. Andrew dagegen, der die Geschichtsklausur nachschreiben muss, bei der er beim letzten Mal kollabierte, rennt ständig hinaus, um sich zu übergeben. Die Drei haben genug Zeit, sich zu unterhalten, weil die Aufsicht führende Lehrerin sich verspätet. Natürlich sprechen sie auch von ihren Eltern, die dabei leibhaftig auf der Bühne erscheinen, in einer Rückwärtsbewegung hinter ihre Kinder gespult.

Das Publikum kennt sie bereits aus der Eingangsszene, in der die Figuren vor einem imaginierten Spiegel ihre Morgenhygiene verrichteten und dabei mantraartig wiederholten, dass alles gut werden kann – solange ihre Kinder die an sie gestellten Erwartungen erfüllen. In der Fixierung auf ihre Kinder sind die Eltern alle gleich. Beas Eltern sind verzückt über ihren schulischen Erfolg, den sie mit Schokoladenéclairs honorieren. Andrews Eltern sind aufgespalten in Empathie mütterlicherseits und Leistungsdruck väterlicherseits. Chas hat seinen Vater vor vier Jahren bei einem Unfall verloren, er erscheint ihm manchmal in schwarzer Kluft und tanzt den Moonwalk. Seine alleinerziehende Mutter ist fahrig, nervös, überfordert. Auf je unterschiedliche Weise geben die Eltern ihren eigenen Druck an ihre Kinder weiter.

 

Die Episode um die beiden Lehrerinnen, die absorbiert durch ihre Liaison die Prüfungssituation komplett aus den Augen verlieren, lässt den drei Schülern schließlich ausreichend Raum, gemeinsam Lösungen zu finden. So kommt Chas am Ende tatsächlich zu seinem Date mit Bea, die bei der Klausur ihre kreative Seite erkundet, und Andrew erfüllt sich seinen Traum. Statt der Geschichtsklausur liefert er die perfekte Zeichnung einer Harley Davidson ab und konfrontiert seinen Vater mit dieser Aktion.

 

Die Schülerinnen und Schüler des S2-Kurses überzeugten in dieser geistreichen englisch-deutschen Produktion durch konzentriertes und variantenreiches Spiel. Wir danken dem ganzen Ensemble und Frau Stüsser für einen anspruchsvollen und unterhaltsamen Abend!

 

Dorothee Welter-Hanau

 

 

 

 

 


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