Polit-Brunch mit dem Bürgermeister

Herr Tschentscher - ein Bürgermeister zum Anfassen

Fotos: Hanne von Marientreu

Am Sonnabend, dem 01.09.2018 erhielt das Gymnasium Hummelsbüttel hohen Besuch aus dem Rathaus: Unser Erster Bürgermeister, Peter Tschentscher (SPD), kam an dem sonnigen Vormittag von 11:00–3:30 Uhr in die Pausenhalle des Gymnasium Hummelsbüttel, um mit den interessierten Bürgerinnen und Bürgern Hummelsbüttels ins Gespräch zu kommen. Moderiert wurde der Polit-Brunch von unserem ehemaligen Schüler und heutigen Abgeordneten für Hummelsbüttel in der Hamburger Bürgerschaft, Dr. Tim Stoberock (SPD).

Die Veranstaltung war sehr gut besucht, die Sitzplätze reichten – wir kennen es ja schon – wieder einmal nicht aus. Herr Tschentscher begann mit einem ca. 20 minütigen Vortrag über zwei Themen, die er für besonders relevant hielt: Die Wohnungslage in der Hansestadt sowie die Situation des öffentlichen Nahverkehrs bzw. die Verkehrssituation in Hamburg überhaupt.

Hier zeigte sich, dass er einen klaren Blick für die Problemlagen hat und auch glaubwürdig vermitteln konnte, an sinnvollen Lösungen zu arbeiten. Die Erweiterung des U-Bahn-Angebots (U5) würde den Bürger/innen eine Entlastung bringen, die Umsetzung dauere aber mindestens zehn Jahre. Kurzfristige Verbesserungen seine durch eine engere Bustaktung sowie zusätzliche U-Bahnhöfe auf bestehenden Strecken erreichbar.

 

Die Fragen aus dem Publikum zielten auf unterschiedliche Themen ab: Die Fluglärmbelastung durch den Flughafen und dabei besonders das Problem der verspäteten Flüge nach 23 Uhr, was die Nachtruhe störe. Die Hummelsbüttler Feldmark, der Umweltschutz und die Bebauung am Butterbauernstieg wurden vehement thematisiert, ebenfalls das Thema Bildung, hierbei die Digitalisierung und der Zustand der schulischen Toiletten. Auch das Thema Migration wurde aufgegriffen sowie der Wunsch, der Bürgermeister bzw. seine Partei möge doch für ein Wir-Gefühl in der Hamburger Bevölkerung sorgen.

Herr Tschentscher hat sich all diesen Fragen und auch Vorwürfen souverän gestellt und versucht, greifbare Antworten zu liefern. Es wurde von vielen Besuchern sehr positiv wahrgenommen, dass er sich den Fragen der Bürger stellte und sehr sympathisch und verständlich war sein Hinweis, dass er die Probleme der Hummelsbüttler Bürgerinnen und Bürger nicht im Alleingang werde lösen können, aber durch das direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern Hummelsbüttels, bekäme er ein besseres Gespür für die Problemlagen der Hamburger Bevölkerung in den Stadtteilen. Und natürlich sei seine Betrachtungsweise auf die gesamte Stadt ausgerichtet und nicht nur auf bestimmte Stadtteile. Dies war nicht abwertend gemeint, sondern verdeutlicht die Komplexität einer modernen Metropole. Charmant war es, dass er die Probleme der Hansestadt – bezahlbarer Wohnraum, öffentlicher Nahverkehr – mit denen Londons, Paris, Kopenhagens verglich.

Herr Tschentscher wirkte sehr bürgernah und ist sehr differenziert auf die Anliegen der Gäste eingegangen. Natürlich wird auch er nicht dafür sorgen, dass der Hamburger Flughafen geschlossen wird, um die nächtliche Ruhe in einigen Stadtteilen zu sichern, dafür ist der Flughafen als Wirtschaftsfaktor viel zu bedeutsam. Aber er hört zu und vermittelt den Eindruck, dass er die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt.

 

Deutlich wurde bei den Reaktionen aus dem Publikum teilweise auch, dass es durchaus Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung in baulichen Planungsprozessen gibt, diese aber nicht immer genutzt werden. Wenn sie genutzt werden, kommt es dennoch manchmal zu Ergebnissen, die einigen Gruppen nicht genehm sind. Letzt endlich geht es darum, Interessen durchzusetzen. Dabei haben „die Stadt“ und damit die jeweilige Regierung oftmals andere Schwerpunkte als kleinere Bürgergruppen in den Stadtteilen. Diese Diskrepanz konnte der Bürgermeister gut darstellen.

Das von der SPD-Hummelsbüttel bereitete Buffet wurde sehr gut angenommen. Nach dem Besuch des Bürgermeisters wurden noch viele Gespräche mit Tim Stoberock und Herrn Malik, ebenfalls Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, geführt. Die Stimmung war gut, das Wetter spielte auch mit und ein ganz großes Dankeschön gilt Leon Bruhn und Julian Wieben, die für die Veranstaltung die Technik betreuten und dem Bürgermeister einen sehr guten und verlässlichen Sound lieferten.

 

Thorsten Schüler

E-Mail an Thorsten Schüler

 

 

 

 

 

 

 


Fotos: Sebastian Könnicke


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