Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl


Politiker stehen Rede und Antwort

Fotos: Katja Schattschneider

 

Nadja Kobs und Laura Timman haben die Veranstaltung genau beobachtet und einen Artikel verfasst, der in Auszügen auch im Hamburger Wochenblatt veröffentlicht wurde - Klick hier!


Und hier der Artikel von Nadja und Laura in ganzer Länge:

 

Das Gymnasium Hummelsbüttel lud anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl zur Podiumsdiskussion. Hier zeigte sich, wie groß das Interesse von Schülerinnen und Schüler für Politik in diesen Tagen ist.

Ist das Abitur in der Pandemie weniger wert? Fordern die Parteien eine Impfpflicht? Und wie wollen sie dem Klimawandel begegnen? Diesen und anderen Fragen der Oberstufenschülerinnen und -schüler des Gymnasiums Hummelsbüttel stellten sich am 8. September Christoph Ploß (CDU), Deniz Çelik (Die Linke), Dorothee Martin (SPD), Robert Bläsing (FDP) und Benjamin Mennerich (AfD). Die Kandidatin der Grünen, Katharina Beck, musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

Zum Auftakt ging es um den Umgang mit der Pandemie und die aktuellen Einschränkungen. Christoph Ploß sprach sich dafür aus, Geimpften und Genesenen möglichst bald ihre demokratischen Grundrechte zurückzugeben. Deniz Çelik fürchtete dagegen, dass es so zu einer Spaltung der Gesellschaft kommen könnte. Gegen die 2G-Politik sprachen sich auch Benjamin Mennerich und Robert Bläsing aus. Letzter hielt diese gar für eine Impflicht durch die Hintertür. Dorothee Martin nutzte die Gelegenheit, um für das Impfen und die Solidargemeinschaft zu werben.

Neben Fragen zu Cybersicherheit und dem Wahlrecht ab 16 Jahren, interessierten die Schülerinnen und Schüler der ausgezeichneten Umweltschule vor allem die Positionen der Parteien zur Klimakrise. Hier rang Christoph Ploß um Antworten, als ein Schüler das Wahlprogramm der CDU und die anvisierte Klimaneutralität bis 2045 kritisierte. Und auch Benjamin Mennerich konnte nicht überzeugen, als er betonte, das Klima ließe sich „von uns nicht schützen“. In der teils hitzigen Debatte bewahrten vor allem die Schülerinnen und Schüler die Ruhe, selbst als der Vertreter der AFD allen unter 18-jährigen die nötige Reife zum Wählen absprach. Die rege Beteiligung an dieser Podiumsdiskussion spricht eher für das Gegenteil.

 

Nadja Kobs und Laura Timmann  

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2021-09-18_Hamburger_Wochenblatt_Podiums
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