Gesellschaftswissenschaften

Geographie (oder "Erdkunde“) beinhaltet mehr als ,,Stadt – Land – Fluss“ und wo auf der Welt sie sich befinden.

Die Grundfrage, die das Fach stets beantworten will, lautet: Was ist wo warum? Somit beschreibt der griechische Name ,,Geographie“ (aus dem Griechischen übersetzt: die Welt beschreiben bzw. erklären) das Schulfach besser.

 

Der (7-fache) Beitrag des Faches Geographie zur Bildung liegt in:

 

  1. der Auseinandersetzung mit den Wechselbeziehungen zwischen Natur und Gesellschaft in Räumen verschiedener Art und Größe.
  2. der Einsicht in die Zusammenhänge zwischen natürlichen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Aktivitäten in verschiedenen Räumen der Erde und eine darauf aufbauende raumbezogene Handlungskompetenz.
  3. der Förderung eines mehrperspektivischen, systemischen und problemlösenden Denkens.
  4. der Entwicklung eines reflektierten Heimatbewusstseins, eines Bewusstseins als Europäer sowie in der Erlangung von Weltoffenheit.
  5. dem Erwerb der Fähigkeit zu effektivem und reflektierten Umgang mit Medien.
  6. der Ermöglichung einer Handlungserfahrung durch Exkursionen und Projekte.
  7. Beiträgen zu fachübergreifenden und fächerverbindenden Bildungsaufgaben, wie Umweltbildung, entwicklungspolitischer Bildung und dem interkulturellen Lernen.

Bedingt durch seine Inhalte und Funktionen ist das Unterrichtsfach Geographie der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung sowie dem globalen Lernen besonders verpflichtet, denn das Fach Erdkunde stellt die Schnittstelle zwischen Mensch und Natur, zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft dar.

 

Bernd Hoinke

Fachleiter

E-Mail an Bernd Hoinke

Fachcurriculum Geographie
Stand 08/2015
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Geschichte – Wozu brauchen wir dieses Fach ?

„Die Geschichte kennt kein letztes Wort.“ Willy Brandt, dt. Politiker (1913-1992)

 

Der Begriff "Geschichte" hat sich, etymologisch gesehen, aus dem Wort "Geschehen" entwickelt, was auch von der Sache her nahe liegt. Geschichte hat mit Geschehenem, Vergangenem zu tun, gerade für junge Menschen jedoch eine Dimension, die dem Hier und Jetzt ihrer Erlebniswelt oft entgegensteht. Geschichte ist in dieser Sicht nicht selten eine Gruft für Vorkommnisse, die man allenfalls wie ein Raritätenkabinett beschaut. Die Sicht auf das Geschichtliche gleicht so dem Blick durch ein umgekehrtes Fernglas, bei dem alles verschwindend klein erscheint. Aufgabe des Geschichtsunterrichts ist es demnach, das Umdrehen des Fernglases anzuregen, das für die Gegenwart Bedeutungsvolle scharf heranzuholen und dadurch ein besseres Verständnis der augenblicklichen Situation herzustellen. Dabei wird man selbstverständlich auf den Entwicklungsstand der Schüler Rücksicht zu nehmen haben. So können mit dem Eintritt in die Oberschule durchaus noch die Raritätenschau und das Personalisieren Methoden sein, das Vergangene interessant zu machen. Dies sollte mit dem wachsenden Alter der Schüler übergehen in eine Auseinandersetzung mit grundsätzlich wesentlichen Strukturen und historisch folgeträchtigen Phänomenen, so dass das Es-war-einmal fruchtbar wird in der Erkenntnis des Ach-so-ist-es.

 

Wir wollen für das Fach Enthusiasmus und Interesse wecken, mit dem Ziel, die Fähigkeit zum historischen Denken und Urteilen zu fördern und zu entwickeln sowie die Voraussetzung zur Partizipation an der politischen Willensbildung und zur Mitgestaltung der Gesellschaft zu schaffen.

 

Welche Möglichkeiten gibt es an unserer Schule?

In der 6. Klasse beginnt bei uns der Geschichtsunterricht, hier geht es darum, sich grundsätzlich mit dem Begriff „Geschichte“ zu befassen. Inhaltlich werden die klassischen Themen der Ur- und Frühgeschichte behandelt, die ersten Hochkulturen am Beispiel Ägyptens, sowie die beiden großen antiken Themen Griechenland und Rom. Es werden regelmäßig außerschulische Lernorte in den Unterricht integriert, so besuchen z.B. die 6. Klassen u.a. das Helms-Museum.

 

Die Mittelstufe begibt sich in Klasse 7 zunächst auf die Spuren des Mittelalters, in der 8. Klasse steht die frühe Neuzeit im Mittelpunkt. Die Neuzeit und die Zeitgeschichte beschäftigt dann die Klassenstufen 9 und 10. Auch hier findet der Unterricht immer wieder an außerschulischen Lernorten statt, z.B. in Lübeck oder als Besuch der Gedenkstätte Neuengamme/ Bullenhuser Damm.

 

In der Oberstufe ist das Fach Geschichte entweder das profilgebende Fach unserer Schüler (bei ausreichender Anmeldezahl) oder es kann als zweistündiger Grundkurs gewählt werden.

 

Marcus Reimers

Fachleiter

E-Mail an Marcus Reimers

Fachcurriculum Geschichte
Stand: 08/2015
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Im PGW-Unterricht eignen sich die Schüler das nötige Orientierungswissen für den Durchblick in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft an.

Die Themenvielfalt des PGW-Unterrichts reicht von Grundlagen der demokratischen Willens-und Entscheidungsbildung über gesellschaftspolitische Themen bis hin zu Fragen der Globalisierung. Zudem werden wirtschaftliche Grundzusammenhänge erläutert und wirtschaftspolitische Fragestellungen thematisiert.

 

Der PGW-Unterricht fördert die aktive Auseinandersetzung mit politischen und wirtschaftlichen Fragestellungen und dabei werden insbesondere nachfolgende Kompetenzen geschult:

 

  1. Politische Urteilsfähigkeit: Die Schüler lernen, eine eigenständige und begründete Beurteilung politischer Ereignisse vorzunehmen und erlangen ein Verständnis für soziale und ökonomische Zusammenhänge.

  2. Politische Handlungskompetenz: Schüler werden an die aktive Teilnahme an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft herangeführt. Sie lernen die Grundregeln politischer Auseinandersetzungen und werden zu politischem und gesellschaftlichem Engagement ermutigt.

  3. Methodische Kompetenzen: Die Vermittlung eines methodischen Fundaments befähigt die Schüler, sich anhand unterschiedlichster Medien auf der Grundlage differenzierter Vorgehensweisen effizient in neue politische Themen und Fragestellungen einzuarbeiten.

 

Am Gymnasium Hummelsbüttel beginnt der PGW-Unterricht in der 8. Klasse mit dem Schwerpunkt auf politischer Analyse und wird dann bis zum Abitur fortgeführt. Eine Besonderheit in der 9. Klasse ist das Betriebspraktikum, das zugleich außerschulische Schwerpunkte im Bereich der Wirtschafts-und Sozialpolitik setzt. Einen weiteren Höhepunkt am Ende der 10. Klasse bildet der Besuch der Bundeshauptstadt Berlin. Dort erhalten die Schüler einen Einblick in das aktive politische Geschehen. Unter anderem stehen der Besuch des Bundestags mit einem anschließenden Gespräch mit einem Wahlkreisabgeordneten und der Besuch des Bundesrats auf dem Programm.

 

„Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben, taugen beide nichts.“ Ganz im Sinne dieses Zitats von Konrad Adenauer wird den Schülern veranschaulicht, dass divergierende Haltungen und Interessen für unsere Demokratie unerlässlich sind und die aktive und fundierte Auseinandersetzung mit gegenläufigen Positionen unabdingbar ist, um die eigene Haltung fair und überzeugungsstark zu vertreten.

 

Bianca Wollenweber

Fachleiterin

E-Mail an Bianca Wollenweber

Fachcurriculum PGW
Stand: 08/2015
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Fachcurriculum Politik Sek II
Curriculum_Politik SII_12_09_2016.pdf
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Worum geht es in dem Fach Philosophie? Im Mittelpunkt stehen seltsame Fragen.

  • Muss ich immer die Wahrheit sagen? Und wenn nein: Wann nicht?
  • Sollen wir Leuten aus anderen Kulturen vorschreiben, welche Gewohnheiten sie haben dürfen und welche nicht?
  • Wäre es nicht besser, wenn wir anstelle eines Parlaments einen weisen König hätten?
  • Wissen die Forscher wirklich, wie die Dinosaurier ausgesehen haben?
  • Gibt es Dinge, die niemand wissen kann?
  • Was kommt nach dem Tod?
  • Gibt es Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten?
  • Ist der Mensch nur ein sehr kluges Tier? Oder ein sehr komplizierter Computer?
  • Sind wir heutzutage weiter entwickelt als die Steinzeitleute? Oder als die Menschen in Afrika?
  • Stehen unsere Gefühle und unser Verstand im Widerstreit zueinander?
  • Wie wichtig ist die Liebe?
  • Was gibt dem Leben Sinn?
  • Wann bin ich wirklich ich?

Um solche und andere Fragen geht es im Fach Philosophie. Es gibt tatsächlich eine Fülle philosophischer Fragen. Das sind allgemeine und grundsätzliche Fragen. Es sind Fragen, die in keinem anderen Fach und in keiner anderen Wissenschaft behandelt werden. Es sind Fragen, die sich jeder Mensch – ob als Schüler oder als Erwachsener – irgendwann einmal stellt und die er sich immer wieder stellt. Und auf die er natürlich Antworten haben will.

 

So auch im Philosophieunterricht. Den Ausgangspunkt für unsere Behandlung der philosophischen Fragen bilden stets diejenigen Gedanken und Ideen, die bei den Schülern schon vorhanden sind. Die Schüler tragen ihre Ideen vor, damit wir sie besprechen und weiterentwickeln können. Manchmal nehmen wir im Unterricht Gedanken und Ideen großer Denker (Philosophen) zu Hilfe. Aber die werden dann nicht einfach „geschluckt“, sondern geprüft: manchmal haben auch große Denker dumme Sachen gedacht! Am Ende einer Unterrichtsphase sind unsere neuen Antworten hoffentlich klüger und besser durchdacht als die Antworten, mit denen wir im Unterricht begonnen haben.

 

Das Fach Philosophie kann an unserer Schule in der Mittelstufe und in der Oberstufe belegt werden:

 

  • in Klasse 7 im Wahlpflichtunterricht;
  • in Klasse 9 und 10 ebenfalls im Wahlpflichtunterricht;
  • in den Jahrgangsstufen 11 und 12 auf grundlegendem Niveau oder als Profilfach auf erhöhtem Niveau.

Im Philosophieunterricht wird viel diskutiert. Manchmal müssen bestimmte Informationen herbeigeschafft werden. Wenn eine Diskussion nicht weitergeht, untersuchen wir gemeinsam, woran das liegen könnte. Manchmal schreiben die Schüler ein persönliches Ergebnis (Fazit). Manchmal wird sogar eine ganze Diskussion protokolliert. Wir untersuchen immer wieder gemeinsam Argumente daraufhin, wie überzeugend sie eigentlich sind. Wir lesen Texte und sehen uns Filme an, um uns anregen zu lassen und um auf neue Gedanken zu kommen. Der Lehrer überlegt, welche Texte und welche Materialien hilfreich sind, um die Überlegungen voranzubringen.

 

Im Philosophieunterricht der Mittelstufe bestimmen die Schüler im starken Maße selbst, welche Fragen im Unterricht behandelt werden. In der Studienstufe müssen dann zusätzlich die Anforderungen des Abiturs erfüllt werden.

 

Hans Christof Kräft

Fachleiter

E-Mail an Hans Christof Kräft

Fachcurriculum Philosophie Sek I
Stand: 08/2015
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Fachcurriculum Philosophie Sek II
Stand: 08/2015
Curriculum_Philosophie_SekII.pdf
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Der Religionsunterricht in Hamburg ist ein „Religionsunterricht für alle“

Die Religion in ihren vielfältigen Traditionen und Erscheinungsformen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur und ein prägender Faktor in unserer Gesellschaft. Durch die Beschäftigung mit verschiedenen Religionen, ihren heiligen Texten, bedeutenden Persönlichkeiten, Regeln, Lehren und Vorstellungen sowie Feiern und Festen wollen wir die Schüler dazu anregen, sich mit dem Thema Religion auseinanderzusetzen.

 

Das Erfahren der Vielfalt der Religionen und der gemeinsame Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Glaubensauffassungen sind unsere vorrangigen Ziele. Dabei betrachten wir vor allem die großen Weltreligionen, aber auch kleinere Religionsgemeinschaften.

 

Der Religionsunterricht in Hamburg richtet sich ausdrücklich an Schüler aller Glaubensrichtungen, aber auch an Nichtgläubige, damit sich alle in ihrer Verschiedenheit über religiöse und weltanschauliche Themen austauschen und gemeinsam nach Orientierung suchen können.

 

Verena Merten-Eichberger

Fachleiterin

E-Mail an Verena Merten-Eichberger

 

Johannes Vagt

Fachleiter

E-Mail an Johannes Vagt

Fachcurriculum Religion
Stand: 08/2015
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Gymnasium Hummelsbüttel

Hummelsbüttler Hauptstr. 107 | 22339 Hamburg | Tel: 040 / 428 935 5 -0 | Fax: 040 / 428 935 5 -20

www.gymnasium-hummelsbuettel.de

gymnasium-hummelsbuettel@bsb.hamburg.de

 

Schulbüro - Öffnungszeiten

Mo. - Mi.: 7:30 - 12:00/12:30 - 16:00 Uhr | Do.: 7:30 - 12:00/12:30-14:00 | Fr.: 7:30 - 14:00 Uhr

Mo.–Do. Stillarbeitszeit von 12:30 – 13:30 Uhr. Bitte nur im Notfall stören.